Pressemitteilung zur Kriminalitätsentwicklung in Leipzig

Die vor wenigen Tagen veröffentlichte polizeiliche Kriminalstatistik 2016 bestätigt, dass sich die Stadt Leipzig trotz auf guter polizeilicher Arbeit beruhender verbesserter Aufklärungsquoten weiter zum kriminellen Hotspot Sachsens entwickelt. Mit 88 615 Straftaten musste die Polizei ein Kriminalitätswachstum von 20,4 Prozent oder 15 001 Delikten im Vergleich zum Vorjahr registrieren. Ein großer Teil dieses negativen Zuwachses entfiel dabei wieder auf Eigentums- bzw. Einbruchdelikte.

Ronald Pohle,  Kreisvorsitzender der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung MIT Leipzig und Mitglied im Innenausschuss des Sächsischen Landtages, ist besorgt über diese Entwicklung:
„Kriminalität beeinflusst das Lebensgefühl der Bevölkerung negativ. Sie untergräbt das Vertrauen der Bevölkerung in den Staat und seine Institutionen. Sie verschlechtert aber auch maßgeblich unsere wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Gerade Gewerbebetriebe werden immer häufiger Opfer der wachsenden kriminellen Energie. Dass Leipzig davon in immer stärkeren Maße betroffen ist, muss auch der Leipziger Stadtverwaltung, allen voran den Ordnungsbehörden, endlich als Warnruf dienen. Wichtig ist, dass die Stadtverwaltung sich ihren Aufgaben als Untere Polizeibehörde und Sicherheitspartner der Polizeidirektion wieder bewusst wird. Als „Kreispolizeibehörde“ ist sie verpflichtet, ein breites Spektrum ordnungsrechtlicher Aufgaben und Maßnahmen zur Gefahrenabwehr zu realisieren. Diese werden hauptsächlich im Ordnungsamt gebündelt und umfassen unter anderem: die Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung, Verfolgung von Straftaten und Ordnungswidrigkeiten, Beseitigung von Störungen und der Abwehr von Gefahren sowie Präventivmaßnahmen zur Verhinderung und Entstehung von Kriminalität, Gewalt und Verwahrlosung. Um diese Aufgaben zu bewältigen, muss Sie die notwendigen finanziellen und personellen Voraussetzungen schaffen. Nur so kann die Polizei besser in die Lage versetzt werden, sich ihren originären Aufgaben zu widmen. Es geht einfach nicht an, dass die Polizeidirektion Leipzig sich nach 22.00 Uhr und an den Wochenenden auf die Klärung von Ordnungswidrigkeiten konzentrieren muss,  nur weil die dafür zuständigen Stellen der Stadt Leipzig dann geschlossen sind. Die Stadt Leipzig muss sich einfach eindeutiger und aktiver als bisher zu einer Null-Toleranz-Politik gegen jegliche Formen der Kriminalität und Rechtsbeugung bekennen – im Sinne der Leipziger Bürger und im Sinne der Leipziger Unternehmen .“

Ronald Pohle
Ortsverbandsvorsitzender

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